Hintergrund
Die Sun Contracting Gruppe war über Jahre hinweg im Photovoltaik-Geschäft tätig und bewarb sich als nachhaltiger Energieanbieter. Finanziert wurden große Teile der Geschäftstätigkeit über Gelder privater Anleger – insbesondere durch:
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qualifizierte Nachrangdarlehen,
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verschiedene Anleihen,
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Namensaktien der Sun Contracting AG.
Ein zentrales Element der Krise ist die enge personelle und wirtschaftliche Verflechtung zwischen Sun Contracting und der Green Finance Group, gegen die ebenfalls behördliche Verfahren, unter anderem die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), geführt werden. Über bestimmte Vermittlernetzwerke wurden zahlreiche private Anleger angesprochen – oftmals mit dem Versprechen nachhaltiger Erträge und stabiler Renditen.
Viele dieser Vermittler gerieten schon länger aufgrund intransparenter und teilweise fragwürdiger Vertriebsmethoden in die Kritik. Anleger wurde häufig nicht ausreichend vermittelt, wie hoch das tatsächliche Risiko dieser Finanzprodukte war – insbesondere im Hinblick auf Nachrangigkeit, fehlende Besicherung und die komplexen Abhängigkeiten innerhalb der Unternehmensstrukturen.
Das Zusammenspiel aus hoher Verschuldung, risikoreichen Finanzierungsmodellen und einer undurchsichtigen Vertriebsstruktur dürfte wesentlich zum aktuellen Zusammenbruch beigetragen haben. Für Anleger bedeutet dies, dass die Ursachen der Insolvenz weit über ein gewöhnliches Scheitern eines Geschäftsmodells hinausgehen und strukturelle Probleme im Vertrieb und in der Unternehmensführung eine entscheidende Rolle gespielt haben.
Was bedeutet das für Anleger?
Für Anleger bedeutet diese Konstellation ein erheblich erhöhtes Risiko, da sie in Produkte investierten, deren tatsächliche Risikolage oft nicht erkennbar war. Viele Anleger vertrauten auf die Aussagen der Vermittler und gingen davon aus, in ein nachhaltiges und solides Geschäftsmodell zu investieren. Durch die nun offenkundigen strukturellen Schwächen, die fehlende Transparenz und die komplexen Unternehmensverflechtungen sehen sich Anleger mit dem realen Risiko eines erheblichen Kapitalverlusts bis hin zum Totalverlust konfrontiert. Zudem eröffnet die Art der Vertriebs- und Informationsweitergabe mögliche Ansatzpunkte für Schadenersatzansprüche, die im Einzelfall sorgfältig geprüft werden sollten.
Warum die Insolvenz kein „normales Scheitern“ ist
Mehrere Faktoren zeigen, dass die Krise strukturell bedingt sein dürfte:
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wirtschaftliche und personelle Verflechtungen verschiedener Unternehmen
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aggressive Vertriebsmodelle
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unzureichende Aufklärung über Risiken
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Finanzierung über Nachrangkapital und schwer handelbare Finanzinstrumente
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bereits früh warnende Hinweise in einzelnen Jahresabschlüssen
In Summe spricht vieles dafür, dass Anleger nicht nur Opfer eines gescheiterten Geschäftsmodells sind, sondern möglicherweise unzureichender oder irreführender Informationen.
Fazit: Prüfung lohnt sich
Betroffene Anleger sollten jetzt rasch handeln. Je früher rechtliche Schritte geprüft und eingeleitet werden, desto besser stehen die Chancen, Ansprüche durchzusetzen und Vermögensverluste zu begrenzen. Wenn Sie in Produkte der Sun Contracting Gruppe investiert haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns, damit wir Ihre individuellen Ansprüche prüfen und die notwendigen rechtlichen Schritte für Sie setzen können.
Für weitere Informationen und eine Ersteinschätzung stehen Anela Blöch und ihr Team jederzeit unter office@atb.law bzw. telefonisch unter 01 39 12345 zur Verfügung.